Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein

(Oktober 2021)

Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein (Oktober 2021)

Die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen unterstützt den Friedensappell „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein“ an die deutsche und europäische Ökumene zur 11. Ökumenischen Vollversammlung. Zum ersten Mal wird die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) hierzulande stattfinden. In Karlsruhe treffen sich vom 31. August bis 8. September 2022 die Delegierten von rund 350 ÖRK-Mitgliedskirchen. Sie vertreten über 500 Millionen Christ*innen aus mehr als 120 Ländern.

Der Vorstand des Frauenverbandes unterstützt mit der Unterzeichnung des Friedensappells ausdrücklich das Ziel des Appells, dass die einladenden Kirchen im Vorfeld der Vollversammlung ihre Positionen zum Gerechten Frieden, zu Atomwaffen, Rüstungsexporten und Militärbudgets klarstellen, mutig in die kirchliche wie öffentliche Diskussion einbringen, dabei den Dialog mit der Basis suchen und deutliche Forderungen an die Politik richten. Insbesondere wird von den einladenden Kirchen erwartet, dass sie in der Öffentlichkeit und gegenüber den politischen Verantwortlichen eintreten für einen umgehenden Beitritt zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag, für einen Stopp der Exporte von Rüstungsgütern (insbesondere Kleinwaffen) sowie für eine Umwidmung der milliardenschweren Rüstungsausgaben zugunsten eines sozialen, friedensfördernden und klimagerechten Umbaus der Gesellschaft.
Der Vorstand der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen bittet alle Bürger*innen dem Friedensappell Nachdruck zu verleihen und mit einer Unterschriftenaktion die Forderungen an die Kirchen zu bekräftigen. Sie ruft dazu auf, den Friedensappell zur Ökumenischen Vollversammlung 2022 zu unterzeichnen und weitere Unterschriften zu sammeln, zum Beispiel im Gespräch mit den Menschen im Umfeld.

Die ÖRK-Vollversammlung in Deutschland schafft große Aufmerksamkeit für die deutschen Kirchen. Der Friedensappell kann erreichen, dass sie diese nutzen, um sich für Frieden und Gerechtigkeit stark zu machen und dass die Kirchen ihre Positionen zum Gerechten Frieden, zu Atomwaffen, Rüstungsexporten und Militärbudgets öffentlich klarstellen und bekräftigen. Aber auch, dass Meinungsverschiedenheiten und offene Fragen ans Licht kommen und in einem fruchtbaren, ermutigenden Dialog vorangebracht werden. Dafür ist möglichst viel Unterstützung aus Kirchengemeinden und der Zivilgesellschaft nötig.

In den Tagungen zum Jahresthema 2022 „Heimat“ wird die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen Unterschriften sammeln wie auch im Umfeld zu der Gedenkaktion „Tausende Boote falten - Gedenken Sie der Toten im Mittelmeer“ am 10. Dezember an öffentlichen Plätzen, den von ihr verantworteten Weltgebetstags-Vorbereitungen für den ersten Freitag im März, den Landfrauentagen bis Mai und dem JUDIKA-Gottesdiensten rund um den 4. April 2022.

Zu den Erstunterzeichnenden des Friedensappells gehören unter anderem die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Prof. Dr. Margot Käßmann, der Liedermacher Konstantin Wecker und der langjährige ÖRK-Generalsekretär Prof. Dr. Konrad Raiser und das Europäische Friedenskirchliche Netzwerk Church and Peace. Initiiert wurde der Appell von der Friedensorganisation Ohne Rüstung Leben, zahlreiche weitere Organisationen und christliche Institutionen unterstützen ihn.

Einladende Kirchen der 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen 2022 in Karlsruhe sind die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Evangelische Landeskirche in Baden (EKIBA), die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), die Union der Protestantischen Kirchen von Elsass und Lothringen (UEPAL) und die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz.
Die unterschriebene Listen bitte bis 10. Juni 2022 zurücksenden an: Ohne Rüstung Leben, Arndtstraße 31, 70197 Stuttgart
Unterschriftenliste und weiteres Material unter www.ohne-ruestung-leben.de/friedensappell2022.html und unter www.frauenhilfe-westfalen.de

Appell und Unterschriftenliste finden Sie hier.

Friedens-Appell - pdf-Dokument

Unterschriftenliste - pdf-Dokument

 

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