Runder Tisch in OWL

(Dezember 2021)

Runder Tisch in OWL (Dezember 2021)

Vertreter*innen u.a. aus den Sozial-, Gesundheits- und Ausländerämtern, Finanzbehörden und der Polizei sowie Mitarbeitende aus diversen Beratungsstellen aus dem gesamten Regierungsbezirk Detmold trafen sich Mitte November im Kreishaus Herford. Zum Runden Tisch „Internationaler Menschenhandel und Prostitution in Ostwestfalen-Lippe“ eingeladen hatten die beiden Beratungsstellen THEODORA und NADESCHDA, beide in Trägerschaft der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen. Themenschwerpunkt diesmal war die Entwicklung der Prostitution unter dem besonderen Fokus der Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Mitarbeiterinnen beider Beratungsstellen hielten Rückblick auf die Arbeit im Jahr 2021 und den Corona-bedingten Herausforderungen. Ein offener und reger Austausch, u.a. über die Vor-und Nachteile des von einigen Menschen aus der Zivilgesellschaft und politischen Parteien angestrebten sogenannten „Sexkaufverbot“, schloss sich an. Die Anwesenden waren sich überwiegend einig, dass ein Sexkaufverbot keine sinnvolle Maßnahme im Sinne der Prostituierten sei. Gerade das Arbeitsverbot der Prostitution während des Lockdowns habe gezeigt, dass ein Verbot zur Verschiebung der Sexarbeit in unklare Räume führt und somit die Sexarbeiterinnen für Beratung schwerer zu erreichen sind.

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