Valeria Danckwerth mit Spaß an Erwachsenenbildung

(August 2022)

Valeria Danckwerth mit Spaß an Erwachsenenbildung (August 2022)

Endlich ist es soweit: Nach einem Jahrzehnt der Ausbildung freut sich Valeria Danckwerth, als Pfarrerin im Probedienst zu arbeiten. Seit Mai 2022 ist sie in der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen (EFHiW) als Bildungsreferentin und Pfarrerin tätig. Diese Tätigkeit übt sie zu 50% aus. Die anderen 50% wirkt sie als Pfarrerin in der Gemeinde Niederbörde im Evangelischen Kirchenkreis Soest-Arnsberg.
Von einer aktiven Jugendzeit in der Heimatgemeinde in Münster herkommend, hat die nun 30-Jährige Kirche als einen Ort des Willkommens, der Annahme, des Halts, ein Ort mit Gestaltungsmöglichkeiten und Gemeinschaft kennengelernt.

So hat sie sich entschieden, bestärkt durch ihr diakonisches Jahr in einer anglikanischen Gemeinde in England, sich auch beruflich auf Gottes Spuren zu machen. Das Studium der Theologie war lang, aber auch spannend und abwechslungsreich: Sei es in der feministisch geprägten Fakultät in Marburg, in der Bonner Universität mit internationalem Austausch oder auch in Münster, in der die Ökumene groß geschrieben wird. Ein halbjähriges Praktikum an der deutsch-lutherischen Erlöserkirche in Jerusalem stärkte ihre Freude im Interreligiösen Dialog und Interkulturellen Austausch.

Nach dem Studium absolvierte Valeria Danckwerth ihr Vikariat in Hamm. Die zweieinhalb Jahre waren von Corona bestimmt – dennoch betont sie, dass sie viel gelernt hat: Die Kirche sei immer wieder aufgefordert worden, aus ihrer Komfortzone und Routine herauszugehen und nach neuen Kontaktmöglichkeiten für die Menschen zu suchen. So lernte sie neue Formate kennen und war gezwungen, flexibel mit Herausforderungen umzugehen.

Ihre bisherigen Erfahrungen prägen ihre Arbeit und ihr Anliegen als Pfarrerin: „Für mich ist es essenziell, dass sich Menschen wohlfühlen und angenommen wissen. Das ist das, was ich selbst von der Botschaft Jesu erlebe und das ist es, was ich den Menschen vermitteln möchte: Dass ich sie mit ihren Bedürfnissen und Ideen wahr- und ernstnehme.“
Dass ihr Probedienst neben der gemeindlichen Pfarrtätigkeit in der Gemeinde Niederbörde auch die Arbeit in der Erwachsenenbildung der EFHiW vorsieht, freut sie.
Die Kombination hält sie für wichtig, denn: „Neben der klassischen Ortsgemeinde hat die Kirche auch andere Felder – wie die der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen –, in denen sie relevant ist und in denen sie viel bewirken kann.“

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