27.02.2026
Die feierliche Eröffnung des neuen Gewaltschutz-Zentrums am Feldmühlenweg markiert einen bedeutenden Schritt für den Schutz von Frauen und Kindern im Kreis Soest.
Rund 180 Gäste aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um den Zusammenschluss von Frauenhaus Soest, Frauenberatung Soest, die Fachstelle zur Prävention von Genitalbeschneidung YUNA WESTFALEN-LIPPE und der Prostituierten- und Ausstiegsberatung TAMAR unter einem Dach zu würdigen.
Mit diesem Zentrum entsteht ein Ort, an dem Beratung, Schutz und Unterstützung eng verzahnt sind – ein Angebot, das Betroffenen kurze Wege, schnelle Hilfe und ein hohes Maß an Sicherheit bietet. In ihrer Andacht betonte Birgit Reiche, Leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen, die symbolische Kraft des neuen Hauses: ein Ort, der Schutz verspricht und Zugehörigkeit vermittelt.
Die Eröffnung wurde von zahlreichen Stimmen begleitet, die das Projekt über Jahre hinweg getragen und unterstützt haben. Angelika Waldheuer, Vorsitzende der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen, hob den langen Atem und die gemeinsame Überzeugung hervor, die notwendig waren, um aus einer Vision Realität werden zu lassen. Vertreterinnen und Vertreter aus Landespolitik, Kirche und Gleichstellungsarbeit würdigten die Bündelung der Angebote als wegweisend und zukunftsorientiert. Dabei wurde auch deutlich, dass Gewaltschutz verlässliche finanzielle Grundlagen braucht, um dauerhaft wirksam zu bleiben.
Mit einem Kurzimpuls stellten die Verantwortlichen der Anti-Gewalt-Arbeit das Konzept des neuen Zentrums vor, das auf intensiver Zusammenarbeit und einem ganzheitlichen Blick auf die Bedürfnisse Betroffener basiert. Beim anschließenden Rundgang erhielten die Gäste Einblicke in die neuen Beratungsräume und Apartments des Frauenhauses – ein letzter Blick, bevor die ersten Bewohnerinnen einziehen. Mit der Erweiterung auf sechzehn Schutzplätze rückt das Zentrum einen wichtigen Schritt näher an die Vorgaben der Istanbul-Konvention heran. Die Eröffnung markiert damit keinen Abschluss, sondern den Beginn einer neuen Etappe im Engagement für Schutz, Sicherheit und Selbstbestimmung.
Andacht und Grußworte
Zur Eröffnung sprachen Wegbereiterinnen und Wegbegleiter aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft. Die vollständigen Texte finden Sie hier:
Übersicht
Andacht – Pfarrerin Birgit Reiche

Andacht | Pfarrerin Birgit Reiche
Geschäftsführung Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V.
Die Jahreslosung des Jahres 2026 lautet: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu.“ Offenbarung 21,5. Alles neu. Zwei Wörter. Und doch: wie viel Sprengkraft steckt darin.
Der Satz stammt aus der Offenbarung des Johannes – dem letzten Buch der Bibel. Er steht nicht am Anfang. Er steht am Ende. Nach allem. Nach allem, was war. Nach Schmerz, nach Versagen, nach langen, dunklen Zeiten. Und dann spricht Gott: Ich mache alles neu.
Das ist keine Verheißung für irgendwann. Das ist eine Aussage im Präsens. Jetzt. Gott macht. Nicht: Gott wird machen. Nicht: Gott hat mal gemacht. Gott macht – gegenwärtig, tätig, schöpferisch.
Ich denke an die Frauen, die in den 35 Jahren, seit das Frauenhaus Soest 1990 seine Türen geöffnet hat, Zuflucht gesucht haben. Frauen, die ankamen mit Kindern auf dem Arm. Mit nichts als dem, was sie tragen konnten. Frauen, die nicht wussten, ob sie das Richtige tun. Die gefragt haben: Darf ich hier sein? Verdiene ich das?
Und die Antwort lautete immer: Ja. Unbedingt.
In der feministischen Theologie gibt es eine starke Tradition, Gott nicht nur als Vater, als Herrscher, als Mächtigen zu denken – sondern als Sophia, als göttliche Weisheit, die alle Lebewesen trägt. Als die, die mit den Weinenden weint. Als Geistkraft – Ruach im Hebräischen, ein feminines Wort –, die über den Wassern schwebt, die aufwirft, die belebt.
Diese Ruach ist es, die in einem Frauenhaus wirkt. Die in einer Sozialarbeiterin sitzt, die sich immer wieder der Lebensgeschichten von Frauen annimmt, die Gewalt erlebt haben, in der Beratung und in der Arbeit im Frauenhaus. Die in einem Kind steckt, das nach Wochen zum ersten Mal wieder lacht. Die in einer Frau aufsteigt, die sagt: Ich gehe. Ich fange neu an.
Dieses Haus, das wir heute eröffnen, ist kein Denkmal – auch wenn es seit vorletztem Jahr in Teilen unter Denkmalschutz steht. Es ist ein Werkzeug des Neuanfangs. Ein Ort, an dem das Wort der Jahreslosung Gestalt annimmt.
Neu bedeutet nicht: das Alte war nichts. Neu bedeutet: wir haben gelernt, wir sind gewachsen, wir wagen mehr. Vier Einrichtungen unter einem Dach. Mehr Plätze. Barrierefreiheit. Spezialisierte Beratung für Frauen, die bisher kaum einen Ort hatten, der ihnen gehört.
Unsere Jahreslosung stammt aus der Offenbarung, der großen Vision am Ende unserer Bibel. Dort ist auch verheißen, dass Gott alle Tränen abwischen wird, dass es keine Angst, keine Not und kein Geschrei mehr geben wird. Wenn diese Zeit da ist, werden wir arbeitslos. Ein Frauenhaus, eine Frauenberatung, die nicht gebraucht werden, wäre der größte Erfolg. Bis dahin werden wir hier sein.
Die jüdische Überlieferung kennt den Begriff Tikkun Olam – die Reparatur, die Heilung, die Erneuerung der Welt. Sie ist keine gottgegebene Selbstverständlichkeit. Sie geschieht durch Hände. Durch Entscheidungen. Durch Mut. Durch Mittel. Tikkun Olam ist zu einem jüdischen Sammelbegriff für soziales und ökologisches Engagement geworden. Menschen sind aufgefordert, zugunsten einer gerechteren, konfliktärmeren, naturerhaltenden Welt zu wirken.
Wir sind Teil von Tikkun Olam. Dieses Haus ist Teil von Tikkun Olam.
Gebet
Gott des Lebens, Ruach, wir danken dir für alle, die dieses Haus möglich gemacht haben. Für die, die gestritten haben – politisch, fachlich, persönlich. Für die, die Geld gegeben haben. Für die, die den Umbau geplant, durchgeführt und begleitet haben und für die, die es geputzt und eingerichtet haben. Wir beten für die Menschen, die hier arbeiten und leben werden. Sei bei ihnen und uns in diesem Ort. Dass hier Sicherheit wohnt. Dass hier Hoffnung wächst. Dass hier Leben neu anfängt. Amen.
Grußwort Angelika Waldheuer

Grußwort Angelika Waldheuer
Vorsitzende der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen
Sehr geehrte Wegbereiter*innen,
sehr geehrte Wegbegleiter*innen,
liebe Gäste,
heute ist ein Tag der Freude, der Dankbarkeit und auch der Zuversicht. Hinter uns liegen Monate intensiver Arbeit – Monate des Planens, des Bauens, des Abwägens und Entscheidens. Doch vor allem liegen hinter uns Monate gemeinsamen Engagements für ein Ziel: Frauen und ihren Kindern Schutz, Sicherheit und neue Perspektiven zu ermöglichen.
In der ehemaligen Tagungsstätte der EFHiW ist ein Ort entstanden, der Hoffnung trägt. 3 Ein-Raum- und 13 Zwei-Raum-Apartments bieten künftig Schutz und Geborgenheit – ausgestattet mit Wohn- und Schlafbereich, Kitchenette und Bad. Vier dieser Apartments sind barrierefrei gestaltet: zwei für Rollstuhlnutzerinnen, eines für Frauen mit Sehbehinderung und eines für Frauen mit Hörbeeinträchtigung.
Mit der Verdoppelung unserer Plätze von 8 auf 16 setzen wir ein deutliches Zeichen. Wir erweitern das Schutz- und Unterstützungsangebot für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder im Kreis Soest erheblich und kommen dem nach der Istanbul-Konvention ermittelten Bedarf ein großes Stück näher. Doch hinter diesen Zahlen stehen Schicksale, Geschichten, Hoffnungen.
Frauen, die Gewalt erfahren haben, brauchen mehr als ein Dach über den Kopf. Sie brauchen einen geschützten Raum – zum Ankommen, zum Durchatmen, zum Kraftschöpfen. Sie brauchen Menschen, die zuhören, begleiten und stärken. Genau das soll dieses Haus sein: ein Ort der Sicherheit, der Würde und des Neubeginns.
Mit der „Villa Kunterbunt“ erhalten auch die Kinder und Jugendlichen ihren eigenen geschützten Bereich – mit Spiel-, Bewegungs- und Ruheräumen, mit altersgerechten Sanitäranlagen und einem Außengelände. Denn auch sie tragen Erfahrungen mit sich, die gesehen und aufgefangen werden müssen.
Eine eigene Beratungsetage unterstützt Frauen in allen Fragen rund um Gewalt- und Krisensituationen. Dort sind auch die Beratungsstelle TAMAR sowie die Frauenberatung Soest untergebracht.
Mein tief empfundener Dank gilt allen, die dieses Projekt möglich gemacht haben: den engagierten Mitarbeitenden, allen Beteiligten in Planung und Umsetzung, den politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern sowie den Spenderinnen und Spendern. Sie alle haben mit Überzeugung, Ausdauer und Herz dazu beigetragen, dass aus einer Vision Wirklichkeit geworden ist.
Ihr Engagement zeigt: Gewaltschutz ist keine Aufgabe Einzelner. Er ist Ausdruck unserer gemeinsamen Verantwortung – und unseres gemeinsamen Werteverständnisses.
Als Vorsitzende der EFHiW erfüllt es mich mit großer Dankbarkeit und auch mit Stolz, dieses Zentrum heute eröffnen zu dürfen. Möge es für viele Frauen und Kinder ein Ort werden, an dem sie Schutz finden, Vertrauen zurückgewinnen und den Mut entwickeln, ihren eigenen Weg in eine selbstbestimmte Zukunft zu gehen.
Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam dafür einstehen, dass Schutzräume wie dieser selbstverständlich werden – als sichtbares Zeichen einer solidarischen, gerechten und gewaltfreien Gesellschaft.
Denn eine Gesellschaft zeigt ihre Stärke nicht darin, dass Gewalt geschieht – sondern darin, wie entschieden sie den Betroffenen Schutz und Hoffnung schenkt. Ich danke Ihnen.
Grußwort Oberin Renate Schumann

Grußwort Oberin Renate Schumann
Schwesternschaft der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen
Sehr geehrte Festgäste, wenn etwas Neues beginnt, hört etwas Altes auf. Vor 100 Jahren wurde dieses Haus als Heimstatt für Frauen gebaut. Es waren evangelische Frauen, die alleinstehend, nicht durch Haushaltspflichten gebunden waren und in pflegerischen und kirchlichen Bereichen eine Aufgabe für sich sahen. Sie konnten in der Gemeinschaft eine Ausbildung in Kranken-, Gemeinde- und Familienpflege bekommen.
1921 wurde aus dem Diakonissen-Hülfsverein der Schwesternverband der westfälischen Frauenhilfe. Zu dieser Zeit bekam die Gemeinschaft Verbandsstrukturen und eine Oberin, die Schwesternmutter. Der leitende Pfarrer war der Vorsteher oder der Schwesternvater. Was den Schwestern fehlte, war ein Zuhause, ein Mutterhaus. Da das ihr Haus werden sollte, erwartete man von jeder Schwester 100,00 Reichsmark als Spende. 1926 begann der Bau und wurde 1927 eingeweiht.
Die Schwestern trafen sich zu regelmäßigen Veranstaltungen: Schwestern-, Begegnung und Einkehrtagen. Oder auch nur mal zu Besuch. Durch eine Pflegevorschule wurde es auch zum Ausbildungsplatz. Aus den Gemeinden kamen die Frauenhilfe-Gruppen „zum Kaffeetrinken“ oder den Jahresthemen-Tagen des Landesverbandes ins Mutterhaus.
Mitte der 1970er Jahren wurde das Mutterhaus Tagungsstätte. Die Schwestern merkten kaum einen Unterschied, denn wir waren immer noch zu Hause. Nie hatten wir das Gefühl in einem Hotel zu sein. Wir haben uns wohl gefühlt.
Nach Corona kam die Frage auf: was wird mit der Tagungsstätte? In einem Gespräch vor gut zwei Jahren teilte mir Pfarrerin Reiche mit, dass die Tagungsstätte umgebaut werden sollte! Ein Umbau fürs Frauenhaus. Ende 2024 wurde es ganz konkret. Ab 01.01.25 fand der Umbau zum Gewaltschutz-Zentrum statt. In meiner Brust schlugen zwei Herzen. Das eine sagte: Prima, etwas für Frauen! Und das andere war traurig, ging doch eine Ära zu Ende.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, möge Ihre Arbeit genauso erfolgreich sein wie die der Schwesternschaft. Und sie können in 100 Jahren sagen: wir brauchen das Gewaltschutz-Zentrum nicht mehr. „Es gibt keine Gewalt mehr an Frauen.“ Gottes Segen für Sie und Ihre Arbeit.
Grußwort Birgit Sippel

Grußwort Birgit Sippel
Mitglied des Europäischen Parlaments
Sehr geehrte Frau Reiche,
Liebe Frauen, verehrte Gäste,
zunächst auch von meiner Seite vielen Dank für die Einladung zur heutigen Veranstaltung. Die Atmosphäre hier im Raum, die große Zahl der Gäste zeigen, wie wichtig dieser Tag ist. Und es ist zu spüren, wie sehr dies ein Tag der Freude und Dankbarkeit ist. Darüber, dass nach viel Arbeit und hohem Engagement von vielen unterschiedlichen Menschen dieses Gewaltschutzzentrum mit seinen vielen ergänzenden Bausteinen hier am Standort seine Arbeit aufnehmen kann.
Zugleich ist es aber auch ein Tag der Betroffenheit, der Trauer, und ja – auch der Wut. Darüber, dass eine solche Einrichtung im Jahr 2026 immer noch notwendig ist, dass es viel zu wenige solcher Einrichtungen gibt und dass um jede hart gerungen werden muss – trotz der Fakten und Zahlen, auf die heute schon hingewiesen wurde.
Gewalt gegen Frauen wird noch immer viel zu selten als strukturelles Problem erkannt und entsprechend nicht zielgerichtet darauf reagiert. Dies trifft leider auch auf die europäische Ebene zu – trotz einer Reihe guter Initiativen: Unter Anderem angestoßen durch die Europäische Bürgerinitiative „My Voice, my Choice“ haben wir gerade erst über das Recht auf sichere Abtreibung diskutiert. Es sollte im Jahr 2026 selbstverständlich sein, dass Frauen selbst über ihren Körper entscheiden. Es sollte für alle nicht hinnehmbar sein, wenn Frauen sterben müssen, weil ihnen eine Abtreibung selbst dann verweigert wird, wenn der Fötus abgestorben ist; wenn Frauen und Minderjährigen das Recht auf Abtreibung selbst dann verweigert wird, wenn sie Folge einer Vergewaltigung ist.
Bereits im letzten Mandat wollten wir auf europäischer Ebene erreichen, dass im Sexualstrafrecht bei Vergewaltigungen europaweit das Prinzip „nur ja heißt ja“ verankert wird – eine Position, die vom Europäischen Parlament, aber auch einer Reihe von Mitgliedstaaten, beispielsweise Spanien, ausdrücklich unterstützt wurde. Bedauerlicherweise wurde dies jedoch durch einige Mitgliedstaaten im Rat blockiert – unter anderem Deutschland, das damals von einem FDP-Justizminister vertreten wurde. Wir werden dennoch weiter für dieses Prinzip kämpfen.
Ebenfalls kämpfen wir bereits seit dem letzten Mandat dafür, dass Hassrede und Hasskriminalität im Netz eine europäische Straftat wird und entsprechend einheitlich verfolgt und geahndet werden kann. Und auch hier geht es um Strukturen: Gerade Frauen werden online in Kommentaren gezielt als Frauen angegriffen, gemobbt, diskriminiert, lächerlich gemacht und bedroht. Die Kommission hat bereits 2021 den ersten Schritt für einen solchen EU-Rechtsakt eingeleitet und wird vom Parlament unterstützt. Aber auch hier blockieren die Mitgliedstaaten im Rat und müssen wir weiter Druck ausüben.
Und schließlich müssen wir konsequenter Provider an ihre Verantwortung erinnern und Gesetze wie den Digital Service Act auch gegenüber US-Anbietern durchzusetzen. Es ist nicht hinnehmbar, dass Anbieter Hass und Hetze für mehr Klicks und mehr Profit billigend in Kauf nehmen.
Gesetze sind wichtig, um ein Zeichen zu setzen. Doch sie reichen nicht aus. So wie viele sich engagiert haben für die Einrichtung dieses Gewaltschutzzentrums, brauchen wir viele Frauen und auch Männer, die sich einmischen, sich klar positionieren, sich gegen diesen Hass wenden und Betroffene unterstützen – online ebenso wie offline auf der Straße, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft und auch in der Familie.
Es gibt also nach wie vor viel zu tun. Umso wichtiger ist es, Anlässe wie den heutigen Tag zu nutzen, um viele Menschen zusammenzubringen, gemeinsam zu feiern und daraus auch Kraft und Mut zu schöpfen für weitere Bemühungen. Damit wir irgendwann in einer Gesellschaft leben, in der alle als Menschen gleichberechtigt anerkannt werden, strukturelle Gewalt der Vergangenheit angehört und Zentren wie dieses hier ganz anders genutzt werden können.
Mit diesem Ausblick nochmals vielen Dank für die heutige Einladung, Ihnen viel Erfolg bei der Arbeit hier im Gewaltschutzzentrum und uns allen einen guten Tag und viel Kraft für die vielen vor uns liegenden Aufgaben.
Mit freundlichen Grüßen
Birgit Sippel
Grußwort Christine Elhaus

Grußwort Christine Elhaus
Referatsleiterin in der Gleichstellungsabteilung im MKJFGFI
Sehr geehrte Frau Waldheuer,
sehr geehrte Frau Pfarrerin Reiche,
sehr geehrte Frau Sippel,
sehr geehrte Abgeordnete,
sehr geehrte Gäste,
Frau Ministerin Schäffer hätte heute sehr gerne mit Ihnen die Eröffnung des Gewaltschutzzentrums hier in Soest gefeiert. Krankheitsbedingt musste sie leider kurzfristig absagen. Sie bedauert es sehr und lässt Ihnen Ihre herzlichen Glückwünsche zu diesem Projekt und Ihre besten Grüße ausrichten.
Mein Name ist Christine Elhaus, ich bin Referatsleiterin in der Gleichstellungsabteilung im MKJFGFI. Neben meinen eigenen fachlichen Themen wie dem Prostitutiertenschutzgesetz und Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung bin ich in die Umsetzung des Gewalthilfe-Gesetzes intensiv eingebunden.
Ich freue mich sehr, heute mit Ihnen zusammenzukommen, um mit der Eröffnung des Gewaltschutz-Zentrums Soest ein deutliches Zeichen für Zusammenhalt und neue Wege gegen Gewalt an Frauen zu setzen.
Wir alle kennen die schrecklichen Zahlen zu Gewalt gegen Frauen. Und wir wissen, dass sie vermutlich nur einen Teil des Ausmaßes der Gewalt gegen Frauen abbilden. Und schon gar nichts sagen die reinen Zahlen über die Schicksale gewaltbetroffener Frauen und ihrer Kinder aus. Jede Gewalterfahrung ist eine zu viel. Dahinter steht unfassbares Leid für die Betroffenen.
Umso wichtiger ist es, dass es Orte gibt, in denen sie Zuflucht finden, in denen die Spirale der Gewalt durchbrochen werden kann und in denen Frauen und Kindern eine Perspektive für ein Leben ohne Gewalt eröffnet wird. Und so ein Ort ist das Gewaltschutz-Zentrum Soest.
Hier bündeln Sie Ihre Kompetenzen und teilen Ihre Erfahrungen und in diesem Zusammenschluss entsteht mehr als eine einfache Addition einzelner Angebote.
Hier wird aus 1 plus 1 eben nicht nur 2 – hier gibt es nachhaltige, zukunftsfeste Hilfe.
Denn durch die enge Zusammenarbeit, die kurzen Wege und das gemeinsame Verständnis für ganzheitliche Lösungen können Sie Bedarfe hier früher erkennen, Unterstützung aufeinander abstimmen und von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder wirksamer begleiten.
Genau darin liegt Ihre besondere Stärke. Darin liegt Ihre Vorreiterfunktion. Und darauf können Sie stolz sein.
Mit dem Frauenhaus am neuen Standort verbessern Sie das Schutz- und Beratungsangebot deutlich. Sie haben neue barrierearme Schutzplätze geschaffen und verdoppeln die zur Verfügung stehende Platzzahl der Frauenplätze. So setzen Sie auch ein wichtiges Zeichen im Bereich des inklusiven Gewaltschutzes.
Als Gleichstellungsministerium fördern wir die wertvolle Arbeit eines Großteiles der im Gewaltschutz-Zentrum Soest zusammenkommenden Einrichtungen.
Denn wie unverzichtbar Frauenhäuser wie hier und der dort gebotene Schutz für Frauen und ihre Kinder sind, zeigt die Studie des Landeskriminalamts zu Tötungsdelikten an Frauen in Nordrhein-Westfalen, die vergangenes Jahr veröffentlicht wurde, leider auf erschreckende Weise.
522 versuchte oder vollendete Tötungsdelikte an Frauen, die als Femizide eingestuft werden können, sind ein erschütternder Befund.
Diesen erschreckenden Zahlen zu Gewalt an Frauen stellen wir uns als Land mit einem seit Jahrzehnten gewachsenem und hochdifferenziertem landesgeförderten Unterstützungssystem für von Gewalt betroffene Frauen und ihrer Kinder entgegen.
Insgesamt fördern wir 70 Frauenhäuser, 62 allgemeine Frauenberatungsstellen und 57 Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt.
Hinzu kommen insgesamt 12 spezialisierte Beratungsstellen für Opfer von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung, für Betroffene von Zwangsheirat und für das Thema FGM/C. Vervollständigt wird dieses Angebot durch die „Fachstelle für Gewaltprävention und Gewaltschutz für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankung“.
Seit Beginn der Legislaturperiode haben wir 6 der insgesamt 70 landesgeförderten Frauenhäuser neu in die Landesförderung aufgenommen – hierunter auch ein gänzlich neu errichtetes Frauenhaus in Gelsenkirchen.
Und wir stärken die Arbeit mit den im Frauenhaus lebenden Kindern als Mitbetroffene häuslicher Gewalt und fördern seit dieser Legislatur auf Antrag eine zusätzliche Fachkraft im Frauenhaus, die Kinder und ihre Bedarfe als eigenständige Zielgruppe in den Blick nimmt.
Im Bereich der Beratung konnten seit 2023 zudem vier Fachberatungsstellen gegen sexualisierte Gewalt neu in die Landesförderung aufgenommen werden.
Der Schutz vor Gewalt ist keine Privatangelegenheit, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe unserer Demokratie und eine zentrale Frage der inneren Sicherheit.
Daher bin ich froh, dass es zum Ende der letzten Legislaturperiode des Bundestags gelungen ist, das Gewalthilfegesetz zu beschließen und damit einen Meilenstein in der Geschichte des Kampfes gegen Gewalt an Frauen zu erreichen.
Es verpflichtet die Länder ab dem 1. Januar 2027 ein bedarfsgerechtes Netz an Schutz- und Beratungsangeboten aufzubauen und dauerhaft zu finanzieren.
Ab 2032 erhalten von Gewalt betroffene Frauen und ihre mitbetroffenen Kinder – als Herzstück dieses Gesetzes – erstmals einen gesetzlich verankerten, kostenfreien Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung. Das ist so wichtig!
Als Adressat des Sicherstellungsauftrags des Gewalthilfegesetzes sind wir auf Landesebene nach alledem mit vielfältigen und zeitlich eng getakteten Umsetzungsschritten befasst.
So werden wir den schrittweisen Ausbau des Gewalthilfesystems in NRW bis zum Jahr 2032 planen und umsetzen.
Ich danke Ihnen als Vertreter*innen der evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. von Herzen für die Realisierung des „Gewaltschutz-Zentrum Soest“ und Ihren kontinuierlichen und unermüdlichen Einsatz für von Gewalt betroffene Frauen und ihre mitbetroffenen Kinder.
Sie leisten jeden Tag Großartiges, ermöglichen Schutz, Sicherheit und Perspektiven – und tragen damit entscheidend dazu bei, dass jede Frau die Chance auf ein selbstbestimmtes, gewaltfreies Leben erhält.
Und jede Frau, die heute Schutz erfährt, bringt uns einen Schritt näher an eine Gesellschaft, in der Sicherheit, Gleichwertigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen selbstverständlich sind.
Vielen Dank!
Grußwort Kirsten Schwenke

Grußwort Kirsten Schwenke
Vorständin der Diakonie RWL
Sehr geehrte Frau Waldheuer,
sehr geehrte Frau Reiche,
sehr geehrte Frau Vize-Landrätin Kruse,
sehr geehrter Frau Vize-Bürgermeisterin Maybaum,
sehr geehrter Herr Vizepräses Schlüter,
sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter aus der Kommunal- und Landespolitik und Europapolitik,
meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Gäste,
es ist mir eine besondere Freude, heute zur Eröffnung des Gewaltschutzzentrums der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen sprechen zu dürfen.
Dass eine neue Gewaltschutzeinrichtung eröffnet wird, ist nicht selbstverständlich – schon gar nicht in dieser Größenordnung und Komplexität. Dafür braucht es Mut und Visionen. Für beides ist die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen gut bekannt.
Wir als Spitzenverband der Diakonie wissen, welche Anstrengungen Sie unternommen haben, um Ihre Vision umzusetzen. Es war ein jahrelanger Prozess, ein Auf und Ab und letztendlich die Frage, ob eine neue Gewaltschutzeinrichtung tatsächlich so umsetzbar ist. Zum Glück für uns alle konnten Sie Ihre Vision hier im Feldmühlenweg 15 umsetzen. Mit der Eröffnung haben Sie für viele Frauen und deren teils mitbetroffene Kinder in Soest und Umgebung einen Ort der sicheren Zuflucht und Unterstützung geschaffen. Als Soesterin und als Frau berührt mich diese Eröffnung ganz besonders. Es erfüllt mich mit Stolz, dass hier – in meiner Heimatstadt – ein Ort entsteht, der Schutz, Solidarität und Sichtbarkeit für gewaltbetroffene Frauen und Kinder bietet. Dieses Zentrum steht für Hoffnung – und für den Mut, als Gesellschaft hinzuschauen und Verantwortung zu übernehmen.
Das Gewaltschutzzentrum ist dabei kein isoliertes Einzelprojekt – aber in der Weise, wie hier in Soest Beratung, Schutzräume und spezialisierte Hilfsangebote an einem Standort zusammengeführt werden, setzt es neue Maßstäbe in dieser Region. Diese enge Verzahnung ist etwas Besonderes und stärkt den Gewaltschutz für die Frauen und Kinder vor Ort spürbar.
Wie bitter notwendig Orte wie dieser sind, zeigt nicht nur die kürzlich veröffentlichte Dunkelfeldstudie der Bundesregierung zu Gewalterfahrungen. Ihre Zahlen zu häuslicher und partnerschaftlicher Gewalt sind erschütternd – und sie machen sichtbar, was viele Frauen jeden Tag erleben.
Doch auch das Hellfeld spricht eine eindeutige Sprache: Die Bundeskriminalstatistik verzeichnet seit Jahren kontinuierlich steigende Fallzahlen.
Wir erleben derzeit eine dramatische Zuspitzung häuslicher und sexualisierter Gewalt – und zwar unabhängig von Alter, sozialem Hintergrund oder Herkunft. Gewalt gegen Frauen ist kein Randphänomen. Sie ist Realität mitten in unserer Gesellschaft.
Und Femizide? Sie sind keine tragischen Ausnahmen. Sie sind die grausam sichtbare Spitze eines Problems, das viel tiefer reicht: strukturelle Gewalt, Machtmissbrauch und ein Versagen hinzuschauen. Jede dieser Taten steht stellvertretend für viele weitere Frauen, die Gewalt erfahren, aber überleben – oft unsichtbar, oft ungehört.
Das Thema ist zwar vielerorts erkannt, doch die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes kommt kaum voran. Kommunen kündigen nicht nur in NRW, sondern auch bundesweit zum 31. Dezember 2026 ihre Leistungsverträge, obwohl die Finanzierung der Fraueninfrastruktur auf dem Papier, nicht aber in der Realität gesichert ist. Gleichzeitig wird selbstverständlich erwartet, dass Träger weiterhin erhebliche Eigenanteile tragen. Ein Landesausführungsgesetz zur verlässlichen Finanzierung und zur Festlegung von Standards ist in NRW leider nicht in Sicht. Klar ist: Prävention und Gewaltschutz gibt es nicht zum Nulltarif. Wer den Schutz von Frauen und Mädchen ernst meint, muss ihn auch finanziell absichern.
Heute stehen wir hier, um gemeinsam einen besonderen Moment zu feiern: den Erfolg, den Sie hier in Soest geschaffen haben – und um ganz bewusst Danke zu sagen.
Danke, liebe Evangelische Frauenhilfe in Westfalen, für Ihren unermüdlichen Einsatz, für Ihren Mut und für die Klarheit, mit der Sie Verantwortung übernehmen. In einer Zeit, in der Gewalt an Frauen und Mädchen und ein wieder offener werdender Frauenhass uns täglich begegnen, setzen Sie ein starkes Zeichen: ein Zeichen der Hoffnung, der Zuversicht und der Sichtbarkeit.
Als Spitzenverband begleiten wir Ihre Arbeit nicht nur gern – sie berührt uns. Wir werden uns auch weiterhin auf Landes- und Bundesebene mit Nachdruck für die Fraueninfrastruktur einsetzen und die wichtigen fachlichen Themen voranbringen, gerade dort, wo die Bedarfe oft übersehen werden.
Besonders am Herzen liegt mir, dass wir die Kinder gewaltbetroffener Frauen noch stärker in den Blick nehmen. Ihre Erfahrungen sind tiefgreifend, und sie brauchen eigene, gut geschützte Räume. Dass Sie hier in Soest diesen Weg konsequent gehen, verdient großen Respekt.
Sie sind in vielen Bereichen des Gewaltschutzes echte Wegbereiterinnen und Wegbereiter. Dafür ein herzliches Dankeschön – und zugleich die Bitte: Bleiben Sie weiter so mutig und beharrlich.
Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Arbeit Kraft, Ausdauer, Zuversicht und Gottes Segen. Vielen Dank.
Grußwort Ulf Schlüter

Grußwort Ulf Schlüter
Theologischer Vizepräsident der EKvW
Liebe Frau Waldheuer, liebe Birgit Reiche, sehr geehrte Eröffnungs-Gäste der Ev. Frauenhilfe Westfalen, Panta rhei. Dass alles fließt und sich verändert, dass nichts bleibt, wie es war, steht seit zweieinhalb Jahrtausenden grundlegend fest, Heraklit hat’s auf den Punkt gebracht. Alles wandelt sich stetig.
Das gilt – unglaublicherweise – sogar in Westfalen und, mehr noch, sogar in Soest, trotz 700 Jahren Kirmes, Fachwerk und antikem Kopfsteinpflaster. Alles fließt, alles im Wandel.
Ein kurzer Blick auf die 120-jährige Geschichte der Westfälischen Frauenhülfe illustriert das leicht und schnell. Diakonissen-Hülfsverein für Privatpflege, Frauenheim für gefährdete und verwahrloste Mädchen, Entbindungs- und Kinderstation, Kindererholung, landwirtschaftliche Haushaltsschule, Mütterkurheime, Infektionskrankenhaus, Familienpflegeschule, Höhere Jugendschule, Tagungs- und Begegnungsstätte, Wiedereingliederung psychisch Kranker, Altenhilfe etc. etc. etc.
In 12 Jahrzehnten hat die Ev. Frauenhilfe ihre sozial-diakonischen Aktivitäten permanent erneuert, immer wieder verändert und weiterentwickelt. Nicht nur hier in Soest, natürlich nicht, an all ihren Standorten.
„Nur wer die Vergangenheit, seine Geschichte kennt und verantwortet, hat eine Zukunft. Nichts wird bleiben, wie es einmal war und dennoch bleibt vieles in veränderter Form zu tun.“ Nicht umsonst steht dieser Leitsatz über der Chronologie auf der Frauenhilfs-Website. Dennoch bleibt vieles in veränderter Form zu tun…
Hier und heute also ein nächster, konsequenter Schritt – hinein in die Gegenwart und damit in die Zukunft. Eben noch am Feldmühlenweg Tagungs- und Begegnungsstätte, zuvor Schwesternheim der Diakonissen, nun also Gewaltschutz-Zentrum, Beratung, akute Unterbringung, Schutz und Hilfe für Frauen – umfassend. Weil es das braucht.
Und weil manche Dinge sich offenbar eben doch nicht verändern. Sondern konstant sich durch die Geschichte ziehen. Wozu Gewalt gegen Frauen ohne Zweifel gehört. Die aktuellen Zahlen kennen Sie alle hier zur Genüge, die Bundeslagebilder „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ und „Häusliche Gewalt“ aus dem November 25 zeigen – mit neuen Höchstständen – ein rundum erschreckendes Bild. „Gewalt gegen Frauen ist ein alltägliches Verbrechen“, es ist so, wie die Bundesministerin es anlässlich der Präsentation formulierte. Alltäglich und überall.
„Mit dem neuen Zentrum entsteht ein starkes Zeichen gegen häusliche und sexualisierte Gewalt.“ So schreiben Sie es in Ihrer Einladung. Und so ist das – Gott sei Dank! Gott sei Dank für dieses Zeichen und für alles, was Sie als Ev. Frauenhilfe in dieses Projekt investieren – an Zeit, an Energie, an Entschlossenheit und auch Risikobereitschaft.
Hier entsteht mehr als nur „ein starkes Zeichen“. Sie haben mit Sinn für die Bedürfnisse der künftigen Bewohnerinnen Apartments geschaffen. Sie haben dieses Haus und sein Außengelände konsequent umgestaltet und dabei auch die Belange von Kindern, von queeren Menschen, von Frauen mit Handicaps berücksichtigt. Hier arbeiten Menschen mit Herzblut. Und hier entsteht Raum für entscheidende, manchmal lebenswendende Befreiung. Warum tut die Frauenhilfe das? Sie kann nicht anders.
Es steckt ihr eben schon im Namen. Und es steckt zudem in dem Fundament, auf dem sie sich von Anfang an bewegt: in den Schriften der Hebräischen Bibel und des Neuen Testaments. Denn auch diese Texte, zwei-, dreitausend Jahre alt, erzählen immer wieder von unheiliger Gewalt gegen Frauen. Sie heißen Hagar, Dina, Tamar, Batseba. Die meisten bleiben namenlos. Geschändet, vergewaltigt, ausgebeutet, gedemütigt, getötet. Wenige nur kommen davon wie die namenlose „Ehebrecherin“, von Männern vor Jesus gezerrt, um sie zu steinigen. Entsetzliche Gewalt, buchstäblich entsetzlich. Aber ich finde es gut, dass die Bibel schonungslos von ihr erzählt. Erzählen heißt nicht gutheißen, oder gar rechtfertigen. Im Gegenteil. Mit der Veröffentlichung fängt der Kampf gegen Gewalt an.
Gewalt gegen Frauen, häusliche oder öffentliche, ist viel zu lange systematisch verschwiegen worden. Der vor wenigen Jahren erschiene Film „Die Unbeugsamen“ über die ersten Frauen im deutschen Parlament zeigt die berühmte Rede der jungen Waltraud Schoppe. Wie sie, immer wieder unterbrochen von dröhnendem Hohngelächter vieler männlicher Abgeordneter, vor dem Bundestag von Vergewaltigung in der Ehe spricht. Wie sie, wenn die nächste Lachsalve abklingt, den Kopf hebt, ins Rund des Parlaments blickt und unbeirrt weiterspricht. Frauen wie ihr verdanken wir es, dass häusliche Gewalt nicht mehr als natürliches Recht des Mannes verstanden wird, sondern als etwas, dem die Gesellschaft mit aller Kraft und allen Mitteln widerstehen und Einhalt gebieten muss.
Im Namen der Ev. Kirche von Westfalen gratuliere ich der Ev. Frauenhilfe von Westfalen zur Eröffnung des Gewaltschutzzentrums Soest. Und ich danke Ihnen allen, die Sie in Politik und Gesellschaft dazu beitragen und schon beigetragen haben, dass dieses Projekt verwirklicht werden kann. Gott und ihnen allen sei Dank. Die Westfälische Frauenhilfe verwirklicht hier und heute, was die Kirche im besten Sinne sein kann und sein soll: der bedingungslosen Liebe zu den Menschen und zum Leben in Gottes Namen Raum und Geltung verschaffen.
Dafür sage ich Ihnen für die Ev. Kirche von Westfalen von Herzen Dank. „Man muss sich erlauben glücklich zu sein.“ Hat Gisele Pelicot gesagt. Kaum wagt man es zu sagen – aber ich hoffe und wünsche mir sehr, dass die Frauen, die hier wohnen werden, mindestens an manchen Tagen, in manchen Momenten Glück und Segen erfahren. Vielen Dank.
Grußwort İlayda Bostancıeri

Grußwort İlayda Bostancıeri MdL
Sprecherin für Frauen-, Gleichstellungs- und Queerpolitik, Bündnis 90/Die Grünen
Sehr geehrte Angelika Waldheuer, liebe Vorstandsmitglieder der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen,
liebe Birgit Reiche,
sehr geehrte Kirsten Schwenke, sehr geehrter Ulf Schlüter,
liebe Kolleginnen aus Europa-, Landes- und Kommunalpolitik, liebe Gäste,
ich freue mich immer sehr auf meine Besuche bei der Evangelischen Frauenhilfe – und umso mehr, wenn es so einen besonderen Anlass gibt! Mein ganz herzlicher Dank gilt allen, die mit ihrem Engagement, mit ihrer Beharrlichkeit und mit ihrer Expertise dazu beigetragen haben, dass das Gewaltschutzzentrum Soest nun Realität wird.
Mit der Verdopplung von acht auf 16 Schutzplätze schaffen sie so viel mehr Raum für Sicherheit, für Ruhe und, im besten Fall, für einen Neubeginn. Ganz besonders freue ich mich über die vier barrierefreien Wohnungen.
Wir alle wissen, dass Frauen mit Behinderungen nicht nur häufiger von Gewalt betroffen sind als Frauen ohne Behinderungen, sondern auch häufiger keinen Schutzplatz finden, weil die Ausstattung es zu oft nicht hergibt. Und auch die explizite Absicht, hier transgeschlechtlichen Frauen Schutz zu gewähren, möchte ich dankend erwähnen.
Dieses Haus ist mehr als ein Gebäude: Es ist ein Ort der Hoffnung, Sicherheit und Selbstbestimmung. Und dieser Ort wird nun von den Bewohner*innen und Mitarbeitenden mit Leben gefüllt. Ihnen wünsche ich viel Kraft und Rückenwind für ihre so wichtige Arbeit.
Die evangelische Frauenhilfe in Westfalen spielt seit vielen Jahren eine herausragende Rolle in der regionalen Anti-Gewalt-Arbeit. Und auch landesweit sind sie gut vernetzt und setzen sich für den Schutz von gewaltbetroffenen Frauen ein. Ohne ihren Einsatz wäre dieser Ort nicht denkbar und sie zeigen, immer und immer wieder: Gewaltschutz ist kein Randthema, sondern eine gesellschaftliche Verpflichtung.
Standards und Strukturen im Gewaltschutz, die die Generationen vor uns erkämpft haben – und die wir nicht nur weiterentwickeln und ausbauen, sondern leider auch verteidigen und sichern müssen. In Zeiten von Rechtsruck, Antifeminismus und Gewalt gegen Frauen und gegen Minderheiten bin ich besonders über so entschlossene und erfahrene Mitstreiterinnen dankbar.
Vielen Dank.
Grußwort Anja Butschkau

Grußwort Anja Butschkau MdL
Frauenpolitische Sprecherin der SPD
Sehr geehrte Frau Abgeordnete Sippel, liebe Frau Waldheuer und liebe Frau Pfarrerin Reiche, sehr geehrter Herr Schlüter, sehr geehrte Frau Schwenke, liebe Kollegin Bostancieri, meine sehr geehrten Damen und Herren,
ich freue mich sehr, heute bei Ihnen zu sein. Ich komme immer wieder gerne zur Frauenhilfe Westfalen, denn die Anlässe sind stets besondere. So auch heute bei der Eröffnung dieses Gewaltschutzzentrums.
Solche Ereignisse zeigen, dass es beim Schutz von Frauen vor Gewalt nicht nur Stillstand gibt. Gerade hier in Soest erlebe ich sehr engagierte Akteurinnen und Akteure, die zeigen, dass es auch voran gehen kann.
Ich weiß, dass es für viele kein leichter Schritt war, diesem Haus eine neue Nutzung zu geben. Über viele Jahrzehnte hinweg war es eine Tagungsstätte, ein Ort der Begegnung und der Bildung, der mit zahlreichen schönen Erinnerungen verbunden ist.
Doch ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Haus auch künftig ein guter Ort sein wird: ein Ort der Zuflucht, ein Ort der Hoffnung, und ein Ort des Neuanfangs.
Frauen und ihre Kinder, die von häuslicher oder anderer Gewalt betroffen sind, finden hier Schutz, Unterstützung und eine sichere Perspektive. Ich bin überzeugt, dass es ein großer Gewinn ist, dass die vielen verschiedenen Hilfsangebote der Evangelischen Frauenhilfe hier an einem Ort gebündelt werden. Das schafft kurze Wege und stärkt zugleich die Sichtbarkeit. Und genau diese Sichtbarkeit brauchen wir beim Thema Gewalt gegen Frauen besonders.
Häusliche Gewalt ist niemals Privatsache. Sie geht uns alle an. Dieses Bewusstsein zu stärken, dazu trägt das neue Gewaltschutzzentrum ebenso bei, wie die heutige Einweihungsfeier, zu der so viele Menschen gekommen sind. Auch das zeugt davon, dass Ihr Team, liebe Frau Pfarrerin Reiche, wertvolle Arbeit leistet.
Lassen Sie mich bitte die Gelegenheit nutzen, einige Worte aus politischer Sicht zu sagen. Vor fast genau einem Jahr haben wir alle die Verabschiedung des Gewalthilfegesetzes gefeiert. Es ist ein Meilenstein der Gleichstellungspolitik. Endlich gibt es einen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe. Allerdings erst ab dem Jahr 2032.
Der Rechtsanspruch ist wichtig und richtig. Doch bis zu seinem Inkrafttreten liegt noch ein langer Zeitraum vor uns. Ein Zeitraum, in dem viele gewaltbetroffene Frauen weiterhin nicht die Hilfe erhalten, die sie dringend brauchen.
Deshalb setzen wir uns als SPD-Fraktion für ein höheres Tempo beim Ausbau der Frauenhäuser ein. Für ein stärkeres Engagement der Landesregierung. Die Kapazitäten müssen frühzeitig spürbar erhöht werden!
Mit dem Umzug des Frauenhaus Soest steigt die Zahl der Schutzplätze landesweit auf 715. Trotzdem fehlen weiterhin über tausend Plätze, im Kreis Soest allein 14. Es liegt also noch ein weiter Weg vor uns, um den Rechtsanspruch mit Leben zu füllen. Übrigens nicht nur bei den Frauenhäusern, sondern ebenso bei den Beratungsangeboten, vor allem aber bei der Prävention.
Die Evangelische Frauenhilfe geht heute einen wichtigen Schritt in diese Richtung. Dafür danke ich allen, die an der Realisierung dieses Gewaltschutzzentrums mitgewirkt haben. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünsche ich viel Kraft und Erfolg bei ihrer wichtigen Arbeit und dass sie vielen Frauen und Kindern eine Perspektive auf ein gewaltfreies Leben eröffnen können.
Im Namen der SPD-Landtagsfraktion wünsche ich dem Gewaltschutzzentrum einen guten Start.
Vielen Dank!
Grußwort Heike Kruse

Grußwort Heike Kruse
Stellvertretende Landrätin des Kreises Soest
Sehr geehrte Frau Pfarrerin Reiche,
sehr geehrte Frau Vorsitzende Waldheuer,
sehr geehrte Frau Schöne,
sehr geehrte Frau stellvertretende Bürgermeisterin Maybaum,
sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Politik,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Gäste,
ich freue mich sehr, heute anlässlich der Eröffnung des neuen Gewaltschutz-Zentrums hier bei Ihnen in Soest sein zu dürfen. Zugleich überbringe ich Ihnen die herzlichen Grüße des Kreistages sowie der Kreisverwaltung des Kreises Soest.
Mit dem heutigen Tag setzen Sie ein starkes und wichtiges Zeichen: ein Zeichen für Schutz, Solidarität und für Verantwortung gegenüber Frauen und Kindern, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind. Die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen engagiert sich seit vielen Jahren mit großer Fachlichkeit und Überzeugung für den Schutz von Frauen. Mit der Eröffnung dieses Gewaltschutz-Zentrums wird dieses Engagement sichtbar und wirksam weiter ausgebaut.
Mit dem Einzug in die neuen Räumlichkeiten wird das Angebot im Kreis Soest erheblich erweitert. Die Platzzahl im Frauenhaus wird von acht auf 16 verdoppelt. Gleichzeitig entsteht ein modernes, gut ausgestattetes Schutz- und Unterstützungsangebot mit eigenen Appartements, barrierefreien Wohneinheiten, einer Beratungsetage sowie guten Rahmenbedingungen für Frauen mit ganz unterschiedlichen Lebenslagen. Besonders hervorheben möchte ich auch den eigenen Bereich für Kinder und Jugendliche, die hier nicht nur Schutz, sondern auch Stabilität, Begleitung und ein Stück Normalität erfahren können.
Ein großer Vorteil des Standorts Soest ist die enge Verzahnung von Unterbringung und Beratung. Die unmittelbare Nähe des Frauenhauses, der Frauenberatung Soest und der Beratungsstelle TAMAR ermöglicht kurze Wege, abgestimmte Hilfen und eine verlässliche Begleitung der betroffenen Frauen und ihrer Kinder. Das ist gelebter Gewaltschutz praxisnah und bedarfsgerecht.
Dass solche Angebote dringend gebraucht werden, zeigen die Zahlen und Erfahrungen aus der Praxis. Studien gehen davon aus, dass jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von körperlicher oder sexualisierter Gewalt betroffen ist. Auch die Belegungszahlen des Frauenhauses machen deutlich, wie hoch der Bedarf ist – und wie oft Frauen in der Vergangenheit abgewiesen werden mussten, weil es schlicht nicht genügend Plätze gab. Vor diesem Hintergrund ist die heutige Eröffnung ein wichtiger Schritt nach vorn. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Plätze häufig von Frauen aus unterschiedlichen Regionen belegt werden, da Schutz und Sicherheit oft einen Wohnortwechsel erforderlich machen.
Dass dieses Projekt heute Wirklichkeit geworden ist, zeigt, dass die langjährige Arbeit des Frauenhauses Soest und der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen nicht nur hohe Anerkennung genießt, sondern auch politische und finanzielle Unterstützung erfährt. Der Kreistag hat bereits vor einigen Jahren mit dem Beschluss zur Erhöhung der Zuschüsse ein deutliches Zeichen für die geplante Erweiterung gesetzt. Und seit 2021 lief das Förderverfahren auf Bundesebene. Umso mehr freue ich mich, heute bei der Eröffnung dabei sein zu können.
Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Soest. Sie leisten Tag für Tag eine anspruchsvolle Arbeit. Und das tun sie mit großer Fachlichkeit, mit Engagement und mit Menschlichkeit. Sie geben Frauen und ihren Kindern Schutz, Orientierung und Zeit, um neue Perspektiven zu entwickeln. Ebenso danke ich allen weiteren Beteiligten, den Kooperationspartnern, dem Kuratorium und natürlich der Trägerin, der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e. V., für ihr langjähriges und verlässliches Engagement.
Ich wünsche dem neuen Gewaltschutz-Zentrum, allen Mitarbeiterinnen und vor allem den Frauen und Kindern, die hier Schutz finden werden, alles Gute. Möge dieser Ort ein Ort der Sicherheit, der Zuversicht und des Neuanfangs sein.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Grußwort Jutta Maybaum

Grußwort Jutta Maybaum
Stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Soest
Sehr geehrte Frau Reiche als Hausherrin der Evangelischen Frauenhilfe Soest,
sehr geehrte Frau Ministerin Schäffer,
sehr geehrte Frau Waldheuer,
sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter aus Diakonie, Evangelischer Kirche von Westfalen, Landtag und Kreis Soest,
liebe Partnerinnen und Partner von TAMAR und der Frauenberatung Soest,
liebe Mitarbeitende der Frauenhilfe,
sehr geehrte Damen und Herren,
meine Tante Trude ist vor wenigen Jahren im Alter von fast 90 Jahren verstorben. Sie war zweimal verheiratet, hat vier Kinder großgezogen, lebte ihr ganzes Leben in Gelsenkirchen – und hat mit 85 noch einmal ihre Jugendliebe Karl wiedergefunden. Fünf Jahre voller Zuneigung, Nähe und Vertrauen.
Warum erzähle ich das?
Wenn ich Tante Trude und Karl nach Soest gefahren habe, bestand sie immer darauf, einen kleinen Umweg über den Feldmühlenweg zu machen. Sie hatte hier in der Evangelischen Frauenhilfe viele prägende Erinnerungen. Für sie war dieses Haus ein Ort von Gemeinschaft, Engagement und Zuversicht.
Dieses Haus steht für Geschichte.
Es steht für Engagement von Frauen für Frauen.
Und es steht für die Fähigkeit, sich immer wieder neu aufzustellen.
Tradition allein genügt nicht. Entscheidend ist, ob man den Mut hat, auf neue Herausforderungen zu antworten. Und genau das geschieht heute.
Mit der Eröffnung dieses Gewaltschutzzentrums setzt die Frauenhilfe Soest ein starkes Zeichen: Wir sehen hin. Wir handeln. Wir übernehmen Verantwortung.
Häusliche Gewalt ist kein neues Phänomen. Aber sie ist heute sichtbarer. Die Dunkelziffer bleibt hoch – doch wir akzeptieren nicht länger das Schweigen. Wir schaffen Schutzräume. Wir bauen Strukturen. Und wir machen klar: Gewalt ist kein privates Problem. Sie ist eine gesellschaftliche Aufgabe.
Die Istanbul-Konvention verpflichtet uns, ausreichend Schutzplätze bereitzustellen. Für den Kreis Soest wurde ein Bedarf von 30 Plätzen ermittelt. Mit der Verdopplung von acht auf sechzehn Plätze erreichen wir mehr als die Hälfte dieses Bedarfs.
Das ist Fortschritt.
Aber es ist nicht das Ziel.
Jeder zusätzliche Platz bedeutet mehr als eine Zahl in einer Statistik. Er bedeutet eine Frau, die nicht länger im Schatten der Angst leben muss. Er bedeutet ein Kind, das wieder Kind sein darf. Er bedeutet einen Neuanfang.
Dieses Zentrum ist mehr als ein Gebäude.
Es ist barrierefrei.
Es ist offen für Frauen aller Nationalitäten, aller sozialen Hintergründe, für Frauen mit Behinderungen.
Es ist queer-freundlich.
Und mit der „Villa Kunterbunt“ entsteht ein Raum für Kinder – mit Spiel- und Bewegungsbereichen, Rückzugsorten und einer kindgerechten Umgebung. Schutz heißt hier nicht nur Unterbringung. Schutz heißt Würde. Schutz heißt Perspektive.
Gleichzeitig zeigt dieses Projekt Weitblick: Die Sanierung mit energieeffizienter Dämmung und Solaranlage, die Weiternutzung im Bestand mit begrünter Fassade statt eines Neubaus, der Gebrauch von vorhandenem guten Mobiliar – wo es möglich war – all das verbindet sozialen Schutz mit ökologischer Verantwortung. Auch das ist ein Statement: Sicherheit und Nachhaltigkeit gehören zusammen.
Soest beweist heute, dass eine Stadt Verantwortung nicht delegiert, sondern annimmt.
Es hat mich gefreut zur Kommunalwahl zu sehen, dass in den Wahlprogrammen aller demokratischen Parteien im Kreis der Wunsch nach einem zweiten Frauenhaus in Lippstadt verankert ist.
Doch ein Leuchtturm wie dieses Gewaltschutzzentrum erfüllt seine Aufgabe nur, wenn sein Licht dauerhaft brennt. Dieses Zentrum braucht Engagement. Es braucht politische Unterstützung. Es braucht Menschen, die hinschauen und nicht wegsehen.
Deshalb mein klarer Appell:
Unterstützen Sie dieses Zentrum – durch Ehrenamt, durch Spenden, durch politische Begleitung.
Sorgen Sie mit dafür, dass jede betroffene Frau weiß, wo sie Hilfe findet.
Und lassen Sie uns gemeinsam weiterarbeiten, damit wir die Lücke von 16 auf 30 Plätze schließen.
Ein Zuhause darf niemals ein Ort der Angst sein. Es muss ein Ort der Sicherheit sein.
Heute setzen wir in Soest ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir diesen Anspruch ernst nehmen. Nicht irgendwann. Sondern jetzt.
Vielen Dank an alle, die diesen Meilenstein möglich gemacht haben. Und danke, dass Sie heute hier sind, um gemeinsam Verantwortung zu zeigen – für ein sicheres, gerechtes Soest.



































