Hoffnung säen, wachsen lassen und teilen auf Wangerooge

Ein Hoffnungsbaum, persönliche Lebensgeschichten und eine Flaschenpost mit ermutigenden Worten: Bei einer sechstägigen Bildungsfreizeit auf Wangerooge entdeckten 19 Frauen vielfältige Wege, Hoffnung im eigenen Leben zu finden und zu stärken.
Im Oktober 2026 wurde das Haus Meeresstern auf Wangerooge zu einem Ort des Austauschs, der Besinnung und der kreativen Auseinandersetzung mit einem Thema, das angesichts gesellschaftlicher Krisen und persönlicher Herausforderungen besondere Bedeutung hat: Hoffnung. Unter dem Jahresthema der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen (EFHiW) gingen die Teilnehmerinnen der Frage nach, was Menschen trägt und wie Zuversicht wachsen kann.
„Die Hoffnungstränen zeigen unsere Hoffnungslosigkeit und die Blüten unsere Hoffnungsfülle!“ Mit diesem Bild brachten Teilnehmerinnen ihre Gedanken zum Hoffnungsbaum auf den Punkt. Dabei wurde deutlich: Hoffnung ist nicht immer selbstverständlich. Sie kann verloren gehen, neu entdeckt und bewusst gestärkt werden. „Hoffnung lässt sich säen und ernten. Wir können sie suchen und finden.“
Das Programm eröffnete zahlreiche Zugänge zum Thema. Unter dem Titel „Hoffnung in der Bibel und anderswo“ tauschten sich die Frauen in Kleingruppen und im Plenum intensiv über persönliche Erfahrungen, Glaubensfragen und Hoffnungsbilder aus. Andachten setzten ermutigende Impulse für den Tag. Bei einer Inselführung lernten die Teilnehmerinnen unter dem Motto „Dies und Dat“ Wangerooge näher kennen. Inselpfarrer Jan Janssen ergänzte das Programm mit seinem kurzweiligen Vortrag „Seezeichen und Gotteshaus“.
Besonders persönlich wurde es bei der kreativen Arbeit an der eigenen Lebensgeschichte. Mit Textzeilen aus Psalm 23 setzten sich die Frauen mit ihrem Lebensweg auseinander und hielten fest, was ihnen Halt und Hoffnung gibt. Auch gestaltete Hoffnungsbilder mit Fundstücken auf den Wegen sowie individuell gestaltete Flaschenpost mit persönlichen Hoffnungsbotschaften machten die Gedanken sichtbar. Immer wieder zeigte sich am Himmel ein Regenbogen – ein passendes Bild für Zuversicht und neue Perspektiven.
Neben den inhaltlichen Impulsen bot die Zeit auf der Nordseeinsel Gelegenheit, Kraft zu sammeln, zur Ruhe zu kommen und Gemeinschaft zu erleben. Das ruhig gelegene, frisch renovierte Haus Meeresstern bildete dafür einen passenden Rahmen.
Veranstaltet wurde die Bildungsfreizeit vom Bezirksverband der Evangelischen Frauenhilfen im Kirchenkreis Münster. Angelika Waldheuer übernahm die Organisation, Doris Ulmke die Leitung. Als Referentin begleitete Pfarrerin Lindtraut Belthle-Drury, Bildungsreferentin der EFHiW, die Teilnehmerinnen.
Die evangelische Erwachsenenbildung der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. ist Regionalstelle des Ev. Erwachsenenbildungswerkes Westfalen und Lippe, der anerkannten Einrichtung der Weiterbildung nach dem Weiterbildungsgesetz NRW im Trägerverein Ev. Erwachsenen- und Familienbildung Westfalen und Lippe e.V.