Politische Forderungen zu Prostitution zur Kommunalwahl im Münsterland und in Südwestfalen

Politische Forderungen der Beratungsstelle TAMAR zur Kommunalwahl 2025 in NRW zum Themenbereich Prostitution

Politikerinnen und Politiker in Städten und Kommunen sind gefordert, sich für eine verbindliche Absicherung und Weiterentwicklung der behördenunabhängigen Beratungsangebote für Menschen in der Sexarbeit und Prostitution einzusetzen.

  • Langfristige, kostendeckende und bedarfsgerechte Finanzierung der spezialisierten Prostituierten- und Ausstiegsberatungsstelle TAMAR durch Land und Kommunen;
  • eine flächendeckende Optimierung der gesundheitlichen Angebote und ein niedrigschwelliger Zugang zu Präventionsangeboten für alle Sexarbeiter*innen und Prostituierten;
  • besserer Datenschutz bei den Datenerhebungen durch das Prostituiertenschutzgesetz;
  • besserer Zugang zum Arbeitsmarkt, zu Umschulungs- und anderen Qualifizierungsmaßnahmen für Prostituierte, die sich beruflich verändern wollen;
  • erleichterter Zugang zum Sozialleistungssystem für Armutsprostituierte und für Sexarbeiter*innen in der beruflichen Neuorientierung;
  • Förderung von Anti-Stigmatisierungskampagnen;
  • Sensibilisierung von Behörden im Umgang mit Prostituierten;
  • dauerhafte Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Prostituierten.