Fachtagung Menschenhandel 2014

Fachtagung Menschenhandel 2014

Betroffene des Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung flüchten zunehmend vor ihren Peinigern in ein anderes EU-Land. Manche suchen in Deutschland Asyl, andere verschwinden in der Illegalität. Täter und Tatorte befinden sich jedoch im europäischen Ausland. Beratungsstellen, Flüchtlingsorganisationen, die Polizei, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und die Ausländerbehörden stehen damit vor neuen Herausforderungen. Auf allen Seiten gab es Gesprächs- und Klärungsbedarf.

Die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V. lud daher Mitte Mai zu einer zweitägigen Fachtagung mit Erfahrungsaustausch zum Schwerpunktthema „Menschenhandel – Flucht – Europa“ nach Soest ein.

42 Mitarbeiterinnen aus 19 Beratungsstellen mit Sitz in Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Herford, Herne, Kiel, Köln, Plauen und Stuttgart sowie mehrere Personen von der Polizei NRW und dem Bundeskriminalamt Wiesbaden, der Ausländerbehörde und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge nutzten diese Gelegenheit. Vorträge zur Bekämpfung des Menschenhandels aus nigerianischer Perspektive sowohl aus polizeilicher als auch aus Beratungssicht sowie zu Opfern von Menschenhandel im Asylverfahren sorgten für regen Austausch.

Unter dem Titel „Gemeinsam gegen Menschenhandel“ wurde die Zeit genutzt als Plattform für die Entwicklung von Strategien, Handlungsmöglichkeiten und zum Austausch von Erfahrungen.