Frauen auf Demokratie-Entdeckungsreise

Frauen auf Demokratie-Entdeckungsreise

Demokratie ist kein Selbstläufer – sie braucht Menschen, die sie gestalten, verstehen und verteidigen. Genau das haben 13 Frauen aus dem Münsterland und der Soester Börde Anfang Oktober in Bonn getan. Fünf Tage lang widmeten sie sich bei einer Bildungsreise der Frage: Wie können wir Demokratie aktiv mitgestalten? Organisiert wurde die Reise vom Bezirksverband der Evangelischen Frauenhilfe im Kirchenkreis Münster, dieses Mal in Kooperation mit der Jakob-Kaiser-Stiftung e.V.

Die organisatorische Leitung lag bei Angelika Waldheuer, die inhaltliche bei Verbandspfarrerin Lindtraut Belthle-Drury, unterstützt von Vorstandsmitglied des Münsteraner Bezirksverbandes Doris Ulmke. Das Programm war dicht und vielseitig: Das Frauenmuseum Bonn mit der Sonderausstellung „Heldinnen“ sorgte für einige Aha-Momente. Ein Stadtrundgang durchs ehemalige Regierungsviertel ließ die Bonner Republik lebendig werden. Die Teilnehmerinnen erarbeiteten in Kleingruppen Biografien von Politikerinnen und diskutierten mit Tobias Köhler vom Diakonischen Werk Bonn über soziale Ungleichheit als Gefahr für Demokratie. Der Film „Die Unbeugsamen“ zeigte eindrücklich, wie Frauen in der westdeutschen Nachkriegsdemokratie um politische Teilhabe kämpften.

Bei all dem Futter fürs Gehirn war auch Zeit zum Spielen, Lachen und einfach Genießen der Gemeinschaft. Dass eine Teilnehmerin mit Rollator und eine 84-Jährige hochmotiviert dabei waren, zeigt: „Demokratie geht alle an – in jedem Alter, mit jeder Voraussetzung.“ Es war eine abwechslungsreiche Zeit, und für 2026 ist bereits das Jahresthema geplant: „Hoffnungsgeschichten – Zuversicht wiederentdecken und weiterentwickeln“.